Kernphysik zum Zuschauen: Filmaufnahmen aus der Nebelkammer


Was ist eine Nebelkammer, wie funktioniert sie?

Nebelkammer-zerlegt Unsere Nebelkammer besteht aus einer mehrteiligen Kunststoffbox,
in die man von oben durch eine Glasscheibe hineinsehen kann. Nebelkammer mit Glasscheibe
Nebelkammer-offen
Den Boden der Kammer bildet eine Metallplatte,
auf der sich eine dünne Schicht aus Methanol befindet
und die von unten mit Trockeneis gekühlt wird (Sublimationstemperatur: -78,4 ° C) Trockeneisfüllung
Nebelkammer_fertig
In die Kammer wird ein radioaktives Präparat eingebracht.
Die radioaktive Strahlung ionisiert die Moleküle des Methanoldampfes, der sich über der Platte gebildet hat, und bildet dadurch winzige „Kondensstreifen“. Länge, Dicke und Richtung dieser Bahnen erlauben es, die beteiligten Strahlungsarten zu beurteilen. Film 2 downloaden





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Damit die Ionisationsspuren in der geschwärzten Kammer sichtbar werden, hat die Kammer an der Seite ein weiteres Fenster für eine Lampe. In dieser Lampe befindet sich auch noch eine Spannungsquelle, die über einen gespannten Draht in der Kammer die entstandenen Ionen „einsammelt“.

Bei dem hier verwendeten Präparat handelt es sich um Radium226, dieses hat eine Halbwertszeit von 1600 Jahren und sendet Alphastrahlen und Gammastrahlen aus. Die Gammastrahlung erzeugt nur sehr dünne Ionisationsspuren, die Alphastrahlung dagegen besteht aus Heliumatomkernen und erzeugt recht dicke, kurze Spuren in der Kammer, da es vergleichsweise häufig ionisierende Stöße mit den Dampfmolekülen gibt. Gelegentlich sieht man auch ohne ein eingesetztes Präparat Strahlungsspuren in der Kammer, diese rühren von der natürlichen Radioaktivität auf der Erde und von der Höhenstrahlung aus dem Weltraum her.